Darmkrebs verhindern

Seit Oktober 2002 ist die Vorsorge-Darmspiegelung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Damit hat Deutschland ein effektives Programm etabliert, um Darmkrebs zu verhindern oder möglichst früh zu erkennen!


Zweithäufigste Krebsart in Deutschland
Jedes Jahr sterben ca. 30.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs! Bei etwa 62.000 Menschen wird dieser Tumor jährlich festgestellt. Darmkrebs ist damit die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Keine andere Tumorart kann in ihren Vorstufen so gut erkannt und in ihren Frühformen so erfolgreich behandelt werden wie Darmkrebs. 95% aller Darmtumoren entstehen aus langsam wachsenden Polypen. Diese Polypen können während einer Darmspiegelung festgestellt und entfernt werden. Patienten mit einem noch nicht fortgeschrittenen Tumor heilt der Bauchchirurg allein durch die Entfernung des erkrankten Darmteils.


Warum sterben Patienten an den Folgen des Darmkrebses?
Häufig werden Tumoren zu spät erkannt, weil der Dickdarm und damit einhergehende Beschwerden noch immer ein Tabu darstellen. Stuhlgangunregelmäßigkeiten werden ignoriert, Blut im Stuhl auf Hämorrhoiden zurückgeführt. An bisher vorhandenen Vorsorge- angeboten (»Test auf Blut im Stuhl«) nehmen weniger als 40% der Frauen und nur 18% der berechtigten Männer teil. Heute sollten Symptome wie »Blut im Stuhl«, sich ändernde Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder eine unklare Blutarmut umgehend zur Untersuchung des Darmes Anlass geben. Mit einer Koloskopie (Darmspiegelung) kann man die Ursachen der Beschwerden aufklären, Vorformen des Darmkrebses (Polypen) erkennen und entfernen sowie Frühformen des Darmkrebses diagnostizieren. Inzwischen hat sich die Koloskopie weltweit als das effektivste Untersuchungsverfahren des Darmes erwiesen!

Jeder 100. beschwerdefreie Bürger hat einen unerkannten Darmkrebs
Nach jetzt 3 Jahren zeigen sich schon überzeugende Zwischenergebnisse dieses Vorsorge-Programms:  bei jedem 3. Patienten finden sich relevante Darmkrebsvorstufen (Darmpolypen), die sofort entfernt werden können. Jeder 100. beschwerdefreie Bürger hat einen bis dahin nicht erkannten frühen Darmkrebs. Aber: bisher konnten fast alle Patienten von uns oder vom Chirurgen von dieser Erkrankung geheilt werden!
Dies macht deutlich: an den Folgen des Darmkrebs muss heute keiner mehr sterben, wenn er nur früh genug zur Vorsorgeuntersuchung geht!


Was ist zu tun?

·    sind Sie 55 Jahre und älter, kommen Sie zu einer Vorsorge-Darmspiegelung
·    hat jemand in Ihrer Familie Darmkrebs, kommen Sie zur Darmspiegelung
·    leiden Sie an Darmsymptomen: bitten Sie Ihren Hausarzt, eine
     Darmspiegelung zu veranlassen
·    sind Sie jünger als 55 Jahre und beschwerdefrei: gehen Sie jährlich
     1x zum Hausarzt, Gynäkologen oder Urologen und machen Sie einen
     Stuhltest auf Blut

Ein solch konsequentes Vorgehen senkt Ihr individuelles Risiko an Darmkrebs zu erkranken eindrucksvoll!


Keine Angst vor der Darmspiegelung beim Spezialisten!
Manche Patienten haben noch immer Angst vor einer Darmspiegelung, weil sie gehört haben, dass diese Untersuchung schmerzhaft und sehr unangenehm sein soll.
Dies trifft in spezialisierten Untersuchungszentren, z.B. bei uns niedergelassenen Gastroenterologen (Magen-Darmspezialisten), absolut nicht mehr zu.
Zwar muss jeder Patient vor der Untersuchung  mit abführenden Maßnahmen sorgfältig und komplett den Darm säubern, die Darmspiegelung selbst – von erfahrenen Untersuchungsteams ausgeführt – ist sicher und kann durch eine »Kurznarkose« mittlerweile völlig schmerzfrei durchgeführt werden. 
Sie kann jederzeit problemlos ambulant und bis ins hohe Lebensalter ohne größeres Risiko erfolgen.

Nehmen Sie dieses äußerst sinnvolle  Angebot zur Vorsorgekoloskopie wahr! 
Bieten Sie dem Darmkrebs keine Chance!

Weiterführende Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Felix-Burda-Stiftung zur Bekämpfung des Darmkrebs .