Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Dr.med. H. Olejnik, Dr.med. K. Gadow, Hinter der Mauer 105, D-47574 GOCH, Telefon: 0 28 23 / 9 70 60.
Startseite (Home)
Anfahrt
Öffnungszeiten
Terminvergabe
Unser Praxisteam
Verfahren und Leistungen
Kapsel-Endoskopie
Links
Suche
Kontakt

Patienteninformationen
Patientenfeedback
Notdienst in Goch
Impressum

 
Laktosemalabsorption (Laktoseintoleranz) Drucken E-Mail

PATIENTENINFORMATION 

Laktosemalabsorption (Laktoseintoleranz, Milchzuckerfehlverwertung)
 
Laktose (Milchzucker) ist ein Disaccharid (Zweifachzucker) und macht den wesentlichen Kohlenhydratanteil von Milch aus.
Bei Gesunden wird die Laktose im Dünndarm durch das Enzym Laktase in die entsprechenden Monosaccharide (Einfachzucker) gespalten und innerhalb des Dünndarms vollständig resorbiert (aufgenommen).

Bei Menschen mit einer Laktosemalabsorption wird der Milchzucker im Dünndarm nicht gespalten und folglich auch nicht resorbiert. Wenn dann der unverdaute Milchzucker vom Dünndarm in den Dickdarm gelangt, wird er dort durch die Dickdarmbakterien vergoren!

Dadurch können typischerweise Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall entstehen!

Die häufigste Form der Laktosemalabsorption wird durch einen isolierten Laktasemangel verursacht. Dieser Laktasemangel besteht bei 10-15% der Westeuropäer; weltweit ist er bei der Mehrheit der Erwachsenen nachweisbar.
 
Der Laktasemangel entwickelt sich erst mit dem Älterwerden, da nahezu alle Kinder Milchzucker gut verdauen können.

Es gibt aber auch unselektive Formen der Laktosemalabsorption, z.B. bei Menschen mit einer Sprue (Zoeliakie), einem M. Crohn oder nach Entfernung größerer Dünndarmanteile.

Auch nach Durchfallserkrankungen kann eine vorübergehende Laktosemalabsorption auftreten.

Der Goldstandard zur Diagnose einer Laktosemalabsorption ist der H-2-Atemtest mit Laktose. Hierbei wird die Ausatemluft nach Einnahme von Milchzucker untersucht.

Nach Feststellung einer Laktosemalabsorption besteht die Behandlung in der Einhaltung einer laktosefreien oder laktosearmen Ernährung. Eine Mehrheit der Patienten kann geringe Laktosemengen (bis zu 250ml Milch am Tag) vertragen. Eine vollständig laktosefreie Diät ist selten erforderlich. Laktosefreie Milch ist heute schon in jedem Supermarkt erhältlich.   

Wichtig ist, dass man bei Vermeidung von Milchprodukten auf eine ausreichende Kalziumzufuhr mit der Nahrung achtet.

Grundsätzlich ist die Laktosemalabsorption ungefährlich;
Diätfehler führen zu verstärkten Beschwerden (»kleine Sünden straft der liebe Gott sofort«)  mit Bauchschmerzen, Blähungen und evtl. auch Durchfall, wodurch aber keine langfristigen Schäden verursacht werden!

Weitere Hinweise, insbesondere auch Ernährungstipps, finden Sie auf der Homepage des Deutschen Ernährungsberatungs- und Informationsnetzes (DEBInet) sowie auf unserer Linkliste .


Fragen Sie unser Praxisteam bei Bedarf auch nach Informationsbroschüren!

 
< zurück   nächste Information >